Ausgangssituation:
Sexuelle Gesundheit, freie Familienplanung und Zukunftschancen junger Frauen sind in Tansania erheblich eingeschränkt. Gründe sind häufige Teenagerschwangerschaften, fehlende Verhütungsmittel sowie ein erhöhtes Risiko sexuell übertragbarer Infektionen. Der Zugang zu Gesundheitsangeboten für sexuelle und reproduktive Gesundheit ist vielerorts begrenzt. Kulturelle Normen, Tabus und geschlechtsspezifische Machtverhältnisse behindern besonders junge Frauen bei selbstbestimmten Entscheidungen. Für Frauen mit Behinderungen bestehen weitere physische, soziale und institutionelle Barrieren zur Gesundheitsversorgung. Fehlendes Fachwissen des Gesundheitspersonals, unzureichende Aufklärung sowie begrenzte Beteiligung von Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Organisationen erschweren es zusätzlich, Krankheiten und ungewollter Schwangerschaften vorzubeugen sowie eine hochwertige Gesundheitsversorgung für junge Frauen sicherzustellen.
Ziel:
Die reproduktive Selbstbestimmung und Gesundheit von jungen Frauen und Neugeborenen sind in ausgewählten Regionen in Tansania inklusiv verbessert
Vorgehensweise:
Das Projekt unterstützt dabei, entsprechende Gesundheitsdienste jugendfreundlich, geschlechtersensibel und inklusiv zu gestalten. Es arbeitet mit dem tansanischen Gesundheitsministerium sowie regionalen und lokalen Behörden, um Versorgungsstandards weiterzuentwickeln sowie Fach- und Führungskräfte fortzubilden. Das Projekt verbessert die Zusammenarbeit von staatlichen Stellen mit zivilgesellschaftlichen und gemeinschaftsbasierten Verantwortlichen. Sie sollen gemeinsam Barrieren bei Angeboten abbauen. Ergänzend fördert das Projekt, dass sich Vertreter*innen aus den Bereichen Gesundheit, Bildung und Gleichstellung abstimmen. Um die Selbstbestimmung junger Menschen auszubauen, unterstützt das Projekt Informations-, Aufklärungs- und Dialogformate. Diese fördern den Austausch zwischen Jugendlichen, Eltern, Fachkräften und zivilgesellschaftlichen Organisationen.