Ausgangssituation:
Konflikte und politische Instabilität erschweren die soziale und wirtschaftliche Teilhabe junger Menschen in Libyen erheblich. Speziell junge Frauen und Menschen mit Behinderungen sind eingeschränkt, Bildung und Arbeit zu erhalten sowie gesellschaftlich mitzuwirken. Durch die hohe Jugendarbeitslosigkeit sind die wirtschaftlichen Perspektiven im Land begrenzt. Traditionelle Normen und ein fehlender inklusiver Arbeitsmarkt führen dazu, dass sich ein Großteil der Jugendlichen wirtschaftlich nicht einbringen kann.
Ziel:
Die soziale und wirtschaftliche Teilhabe von Jugendlichen, besonders jungen Frauen und Menschen mit Behinderungen, ist in libyschen Gemeinden erhöht.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben baut auf früheren Projektphasen auf, die bereits ein Netzwerk an Jugendzentren etabliert und geschlechtergerechte Jugendarbeit vorangetrieben haben. Es unterstützt das libysche Jugendministerium dabei, die Zentren besser zu koordinieren, weiterzubilden und inklusive Jugendarbeit zu verankern. Hierzu richtet es ein Team von Trainer*innen im Ministerium ein und schult dieses in neuen Trainingsmodulen, beispielsweise zum Management von Jugendzentren oder zur geschlechtergerechten, inklusiven Jugendarbeit, die die Trainer*innen anschließend in den Zentren anwenden. Eine neue Strategie zur Weiterbildung sichert die Nachhaltigkeit dieses Ansatzes. Außerdem arbeitet das Vorhaben mit den Jugendzentren daran, Angebote für geschlechtergerechte und inklusive wirtschaftliche Teilhabe – wie Beratung und Trainings – umzusetzen. Das soll die beruflichen Kompetenzen der Jugendlichen fördern und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Darüber hinaus entwickelt das Vorhaben mit den Zentren geschlechtergerechte Beteiligungsformate, sodass Jugendliche, speziell junge Frauen, lokal mitentscheiden und -gestalten können. Um die Jugendzentren zu unterstützen und lokale Initiativen umzusetzen, arbeitet es mit der libyschen Nichtregierungsorganisation Moomken Org zusammen.