Ausgangssituation
Mindanao und die umliegenden Inselgruppen sind durch zahlreiche, gewaltsam ausgetragene, politische und soziale Konflikte geprägt. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen dabei zumeist der bewaffnete Konflikt zwischen philippinischer Regierung und der kommunistischen Rebellengruppe im Osten Mindanaos sowie zwischen der philippinischen Regierung und muslimischen Separatistengruppen in West- und Zentralmindanao. Studien legen nahe, dass ein wesentlicher Grund für die erhöhte Gewaltbereitschaft der Jugend in Mindanoa unter anderem in der Frustration mit Blick auf die stagnierenden Friedensprozesse Mindanaos liegt. Friedenspädagogische Ansätze der formalen und non-formalen Bildung sind in vielen Fällen nicht ausreichend kultur- und gendersensibel auf die Prävention von gewaltsamem Extremismus ausgerichtet. Zivilgesellschaftliche Angebote und Jugendinitiativen für Friedensentwicklung und Gewaltprävention adressieren die Bedarfe vulnerabler Jugendlicher wie Schulabbrecher*innen, Zugehöriger indigener Gemeinschaften oder Binnenvertriebener nur unzureichend.
Ziel
Ausgewählte staatliche und nichtstaatliche Akteure leisten Beiträge zu gendersensibel ausgerichteter, jugendorientierter Friedensentwicklung und gewaltfreier Konfliktbearbeitung in ausgewählten Gebieten Mindanaos.
Vorgehensweise
Friedensfördernde Ansätze formaler Bildungseinrichtungen werden mit Blick auf Prävention von gewaltsamem Extremismus angepasst. Ansätze ausgewählter Jugendinitiativen und zivilgesellschaftlicher Akteure werden an Bedarfe vulnerabler Jugendlicher angepasst und diesen zugänglich gemacht. Trainingsmaßnahmen zur konfliktsensiblen Nutzung digitaler Medien. Darüber hinaus werden lokale Gebietskörperschaften bei der Integration von Strategien für Jugend und Friedensentwicklung in lokale Entwicklungspläne und deren Umsetzung beraten. Die Einrichtung von akteursspezifischen Austauschforen wird Mindanao-weites Lernen, gegenseitige Wissensvermittlung und Vernetzung fördern