Ausgangssituation:
Der Bürgerkrieg in Syrien hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus ihren Häusern und Wohnungen vertrieben. Mehr als sieben Millionen Menschen flohen innerhalb des Landes und rund sechs Millionen ins Ausland. Etwa ein Drittel aller Wohnungen in Syrien ist zerstört.Mit dem Ende des Konflikts kehren die ersten Vertriebenen zurück, jedoch finden sie ihre Häuser und Wohnungen häufig zerstört, von anderen bewohnt oder überbaut vor. Dies führt zu sozialen Spannungen und Nutzungskonflikten. Zudem muss die syrische Regierung vergangene Verletzungen an Wohn-, Land- und Eigentumsrechten (HLP) aufarbeiten und die Grundlage für einen schnellen, inklusiven und dauerhaften Wiederaufbau schaffen.
Ziel:
Die Wohn-, Land- und Eigentumsrechte vulnerabler Gruppen sind lokal angesetzt durch funktionierende Beratungs- und Unterstützungsstrukturen gesichert und national durch gezielte Rechtsreformen und Sorgfaltspflichten ausgebaut und geschützt.
Vorgehensweise:
Das Projekt setzt an folgenden Punkten an:
1. Es arbeitet Nichtregierungsorganisation und den zuständigen Gouvernoraten zusammen. Gemeinsam bauen sie lokale Strukturen auf, die bei Fragen zu HLP unterstützen. Diese beraten besonders vulnerable Menschen, bieten Orientierung und vermitteln an zuständige Stellen. Zudem helfen sie dabei, Ansprüche auf Rückgabe von Eigentum und Entschädigung vorzubereiten.
2. Das Projekt entwickelt HLP-Sorgfaltspflichtstandards und berät etwa die Privatwirtschaft dazu, wie sie diese anwenden kann. Dies soll Investitionen und Wiederaufbaumaßnahmen erleichtern, Risiken minimieren und die Bevölkerung schützen.
3. Das Projekt unterstützt dabei, Gesetze und politische Bedingungen zu HLP weiterzuentwickeln. Dies soll künftige Rechtsverletzungen verhindern und die Voraussetzungen für eine sichere Rückkehr, einen inklusiven Wiederaufbau und langfristige Rechtssicherheit schaffen.