2017.2071.3

Umsetzung der Energiewende

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Agencia Mexicana de Cooperación Internacional para el Desarrollo

Ausgangsituation

Die rechtlichen Voraussetzungen in Mexiko bilden eine gute Grundlage für die Nutzung nachhaltiger und Erneuerbarer Energien. Das Land möchte eine sichere Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen etablieren. Bis 2030 soll der Anteil Erneuerbarer Energien erhöht werden. Mexiko bindet sich an internationale Vereinbarungen zur Bekämpfung des Klimawandels.

Mit dem Allgemeinen Klimawandel Gesetz und dem Energiewendegesetz engagiert sich die mexikanische Regierung für den Klimaschutz. Vor allem das Energiewendegesetz bildet die Grundlage der politischen Aktivitäten des Landes in den Bereichen Energieerzeugung und -nutzung, Steigerung der Energieproduktivität, sowie der Reduzierung von Treibhausgasen.

Ziel

Mexiko nutzt auf Grundlage der Agenda 2030 und neuer Gesetze mehr erneuerbare Energien und hat seine Energieeffizienz gesteigert.

Vorgehensweise

Das Projekt unterstützt die mexikanische Regierung Verbesserungen im Zusammenhang mit der Energieversorgung umzusetzen. Hierfür werden Personal und Kompetenzen in verschiedenen öffentlichen Einrichtungen gestärkt. Dazu zählen unter anderem das Energieministerium (SENER), die Energieregulierungskommission (CRE) und das Nationale Zentrum für Energiekontrolle (CENACE). Ziel ist ein Erfahrungs- und Knowhow-Austausch, auch auf internationaler Ebene. Darüber hinaus übernimmt das Vorhaben beratende Funktionen in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Themen wie Geschlechtergleichstellung, Rechenschaftspflicht und Transparenz sollen in die Veränderungsprozesse mit einfließen. Das Projekt unterstützt den Aufbau von Informationssystemen und hilft beim Monitoring des Energiewandels.

Das Projekt berät wichtige öffentliche und private Institutionen, die Wissenschaft und Bürger*innen bei der Entwicklung von Zeitplänen und Technologien für die Umsetzung der Energiewende. Dafür wird beispielsweise den Gemeinden Mexikos die Einführung eines Kommunalen Energiedaten-Monitoring-Systems (KEMS) empfohlen. Netzwerke zwischen Vertreter*innen von Bundesstaaten und Gemeinden sollen entstehen, um das Bewusstsein für erneuerbare Energien und für Energieeffizienz zu steigern.

Das Programm arbeitet eng mit internationalen Kooperationen zusammen, die Mittel für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen bereitstellen. Ziel ist es, den Erfahrungsaustausch zu fördern.

Planungs- und Regulierungsinstrumente für den Betrieb des nationalen Stromsystems (SEN) unter zunehmender Beteiligung von erneuerbaren Energien sollen in Mexiko angepasst werden. Auf Grundlage einer Analyse und der Priorisierung von Themen werden Empfehlungen für die Gesetzgebung ausgesprochen. Gegebenenfalls empfiehlt das Projekt auch neue Instrumente für die Netzplanung und den Systembetrieb. Langfristiges Ziel ist es, die Flexibilität des Stromsystems zu steigern und gleichzeitig die Sicherheit des Systems unter der Nutzung erneuerbarer Energien zu gewährleisten.

Ein weiteres Ziel ist es die dezentrale Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auszubauen. Dies geschieht über eine Förderung neuer Geschäftsmodelle und einer stärkeren Beteiligung der Privatwirtschaft. Das Vorhaben berät hierzu insbesondere unter Berücksichtigung der mexikanischen Finanz- und Marktsituation. Die Entwicklung und Einführung neuer Finanzierungsmechanismen oder Finanzprodukte oder den Abbau regulatorischer Hindernisse stehen hierbei im Vordergrund.

 
Informationen

CRS-Schlüssel
23110

Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziel:

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

Signifikantes Nebenziel:

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

Zuständige Organisationseinheit
2C00 Lateinamerika, Karibik

Vorgänger-Projekt
2011.2091.4

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
6.500.000 €

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