Ausgangssituation
Mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung hat noch immer keinen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten. Außerdem müssen etwa 800 Millionen Menschen mehr als zehn Prozent ihres Einkommens für Gesundheit aufwenden. Fast 100 Millionen Menschen verarmen jährlich in Folge von Krankheit. Präventionsangebote, wie Impfungen oder Aufklärung, können vielerorts nicht finanziert werden. Gesundheitssysteme können oft nicht angemessen auf veränderte Anforderungen, z. B. infolge von Klimawandel, Naturkatastrophen oder Krankheitsausbrüche reagieren, wie der Ebola-Ausbruch in Westafrika 2013-2016 zeigte.
Durch die Fokussierung auf krankheitsspezifische Programme im Rahmen der Millenniumsentwicklungsziele konnte die Lage nicht nachhaltig verbessert werden. In vielen Ländern ist das öffentliche Gesundheitswesen unterfinanziert und durch losgelöste Parallelstrukturen fragmentiert.
Ziel
Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung nennt Universal Health Coverage (UHC, SDG 3.8) als Leitkonzept für gesundheitspolitisches Handeln. UHC sichert den Zugang zu Gesundheitsdiensten für alle Menschen, ohne sie finanziellen Härten auszusetzen. Gesundheitssysteme reagieren flexibel auf sich verändernde Rahmenbedingungen.
Vorgehensweise
Auf Arbeitsebene von UHC2030, der globalen Bewegung zur Gesundheitssystemstärkung zur Umsetzung von UHC, und „Providing for Health" (P4H), einem Netzwerk für soziale Sicherung und Gesundheitsfinanzierung, wirkt das SV UHC auf die kohärente Gestaltung globaler Gesundheitspolitik im Sinne von UHC hin. Dies geschieht auch durch eine Förderung des deutschen Bundesministeriums für Gesundheit. Durch bilaterale Zusammenarbeit über die Gesundheitsschwerpunkte hinaus wird die Umsetzung von UHC in Partnerländern über verschiedene Verwaltungsbereiche hinweg gefördert. Das Vorhaben kollaboriert im Rahmen einer Kofinanzierung eng mit der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit.
Externe Links
P4H, Social Health Protection Network https://p4h.world/en/