Ausgangssituation:
Pakistan verfügt mit dem „Benazir Income Support Programme" (BISP) und staatlichen Krankenversicherungen über wichtige Programme der sozialen Sicherung. Dennoch haben viele arme und armutsgefährdete Haushalte nur begrenzten Zugang zu diesen Leistungen. Frauen und Mädchen sind besonders benachteiligt, da sie ihre Ansprüche oft nicht kennen und Angebote daher nicht nutzen. Die Verantwortung, soziale Sicherungsprogramme zu steuern und weiterzuentwickeln, liegt zunehmend bei den Provinzen. Sie sind entscheidend, um Menschen an passende Leistungen zu verweisen und soziale Sicherung mit Bereichen wie der Ernährungssicherung zu verknüpfen. In Pakistan ist Mangelernährung weiterhin verbreitet, während die Anreicherung von Grundnahrungsmitteln mit Mikronährstoffen bislang nicht ausreichend in sozialen Sicherungsprogrammen verankert oder finanziell abgesichert ist.
Ziel:
In Pakistan bestehen institutionelle Mechanismen, um den Zugang zur sozialen Sicherung auszubauen. Im Fokus stehen die Absicherung im Krankheitsfall und integrierte Ernährungsprogramme.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben berät Institutionen der Zentralregierung und Provinzen dabei, soziale Sicherungsprogramme besser abzustimmen und umzusetzen. Es unterstützt die nachhaltige Finanzierung der Krankenversicherung und begleitet Reformprozesse. In der Provinz Khyber Pakhtunkhwa arbeitet das Vorhaben mit BISP und der provinziellen Sozialbehörde zusammen, um gemeindenahe Information und Beratung zu verbreiten und soziale Sicherung, Krankenversicherung und Ernährung stärker zu verknüpfen. Zugleich stärkt es die Verankerung von Ernährungsansätzen im System der sozialen Sicherung - etwa durch Ernährungsbildung für jugendliche Mädchen, Verteilung von Eisentabletten gegen Mangelernährung über Sozialprogramme, die Anreicherung von Mehl mit Nährstoffen sowie die Stärkung staatlicher Kompetenzen.