Ausgangssituation
Côte d’Ivoire verzeichnet ein hohes durchschnittliches Wirtschaftswachstum. Dennoch leben mehr als 40 Prozent der Bevölkerung weiterhin in Armut. Besonders betroffen sind junge Menschen und Frauen, die nur begrenzten Zugang zur Wirtschaft haben.
Außerdem steht das derzeitige berufliche Bildungssystem vor Herausforderungen: Die Mehrzahl der Ausbildungsinhalte sind überholt, die Kommunikationskanäle mit Arbeitgeber*innen sind begrenzt und es fehlt an Praxis in der Ausbildung. Die ivorische Regierung muss den institutionellen Rahmen und die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft optimieren.
Ziel
Bessere institutionelle und personelle Kompetenzen tragen dazu bei, arbeitsmarktorientierte Angebote der dualen Berufsbildung weiterzuentwickeln.
Vorgehensweise
Das Vorhaben arbeitet in folgenden Bereichen:
• Es berät das ivorische Berufsbildungsministerium und nachgeordnete staatliche Behörden dabei, einen rechtlichen und institutionellen Rahmen zu etablieren, um die kooperative Berufsbildung zu steuern. Dabei fördert es, dass sich die Privatwirtschaft an der Entwicklung und Umsetzung der Ausbildung beteiligt. Zudem unterstützt es, ein Informationssystem zur Nachfrage des Arbeitsmarktes zu entwickeln.
• Es steigert die Qualität der dualen Berufsbildung. Dabei vernetzt und berät das Vorhaben das Ivorische Institut zur Ausbildung von Berufsschullehrkräften (Institut Pédagogique Nationale de l’Enseignement Technique et Professionnel), die Generalinspektion, die staatliche Institution für Ausbildungstechniken (Agence de Développement de la Formation Professionnelle) und die Privatwirtschaft. Gemeinsam führen sie ein Qualitätssicherungssystem ein, damit duale Ausbildungsangebote entwickelt und durchgeführt werden.
• Es fördert ferner duale Ausbildungsangebote, indem es Berufsschulen und Betriebe in der Umsetzung begleitet und schult.