Ausgangssituation:
Die nigrischen Gemeinden haben weder genug Finanzmittel noch qualifiziertes Personal, um die lokale Entwicklung zu fördern. Seit dem Militärputsch im Juli 2023 befindet sich die Republik Niger in einem Übergangsprozess zur Neugründung. Nachdem die demokratisch gewählten Gemeinderäte und Bürgermeister abgesetzt wurden, wurden an ihrer Stelle meist unerfahrene Kommunalverwalter eingesetzt. Die schlechte Sicherheitslage und die Versorgung von Geflüchteten stellen zusätzliche Herausforderungen für die Gemeinden dar. Überdies rekrutieren terroristische Gruppen zunehmend Jugendliche. Daher gelingt es den Gemeinden nicht, eine bürgernahe Verwaltung aufzubauen und die lokale Entwicklung voranzubringen.
Ziel:
In ausgewählten Gemeinden in Niger arbeiten die Verwaltungen bürgernäher, der gesellschaftliche Zusammenhalt hat sich verbessert und die öffentlichen Dienste funktionieren zuverlässiger.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben berät staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure in den Gemeinden fachlich. Dadurch verbessern sich ihre Kompetenzen, Verwaltungsabläufe und partizipativen Steuerungsprozesse. Das Vorhaben setzt hierfür an drei Punkten an:
1. Es fördert die Gemeindeverwaltungen, damit sie zuverlässiger arbeiten.
2. Es festigt den Zusammenhalt innerhalb der Bevölkerung.
3. Es baut das kommunale Abfallmanagement aus, um Umwelt und Gesundheit zu schützen.Die Zielgruppen sind die lokale Bevölkerung – vor allem Frauen, Jugendliche und Geflüchtete – sowie Gemeinden, lokale Nichtregierungsorganisationen, Vertreter der Privatwirtschaft, der Gemeindeverband (AMN) und die nationale Finanzierungsagentur der Gebietskörperschaften (ANFICT).