2015.2208.5

Unterstützung der Kongobeckenkommission CICOS bei Regulierung der Flussschifffahrt und dem Management der grenzübergreifenden Wasserressourcen

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
International Commission of Congo Basin Kinshasa

Ausgangssituation

Das Kongobecken ist nach dem Amazonasgebiet das zweitgrößte Wassereinzugsgebiet der Erde. Es beherbergt eine einzigartige Artenvielfalt und enormes Potenzial für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Anrainerstaaten. Der Fluss hat ein Wasserkraftpotenzial, das theoretisch den gesamten Bedarf von Subsahara-Afrika decken könnte. Viele Regionen sind nur auf dem Wasserweg erreichbar, doch Wasserstraßen, Schiffe und Häfen sind in einem schlechten Zustand. Es kommt häufig zu Unfällen und immer wieder sind einzelne Flussabschnitte unbefahrbar. Bei den wenigen existierenden Infrastrukturprojekten werden Umwelt- und Sozialstandards noch zu wenig berücksichtigt.

Ziel

Beschreiben Sie als Ziel einen erreichten Zustand beim Partner, nicht den Prozess oder die Methode. (Die Formulierung muss nicht der offiziellen Auftragsformulierung entsprechen.)

Beispiel: Die kirgisische Regierung setzt ihr nationales Strategieprogramm zur beruflichen Bildung zunehmend / erfolgreich um.

Ungeeignet: Das Vorhaben unterstützt die kirgisische Regierung bei der Umsetzung ihres nationalen Strategieprogramms zur beruflichen Bildung.

Die Kongobeckenkommission (CICOS) unterstützt ihre Mitgliedsländer bei der Umsetzung von Maßnahmen in der Binnenschifffahrt und bei der nachhaltigen Entwicklung der Wasserressourcen. Vor allem die Abstimmungsplattformen zwischen den sechs Ländern, unter Einbeziehung des Privatsektors, sind ein Novum in der Region.

Vorgehensweise

In der Kongobeckenkommission, mit Sitz in Kinshasa, haben sich zusammengeschlossen: Angola, Gabun, Kamerun, Demokratische Republik Kongo, Republik Kongo, Zentralafrikanische Republik.

Mithilfe des Vorhabens kann die Kongobeckenkommission den Mehrwert regionaler Zusammenarbeit in der Binnenschifffahrt demonstrieren: Die Transportpotenziale werden besser ausgeschöpft und die Schifffahrt wird sicherer. Die Begleitung der regionalen Schifffahrtsschule spielt dabei eine wichtige Rolle. Im grenzüberschreitenden Wasserressourcenmanagement sollen wirtschaftliche Potenziale identifiziert und so genutzt werden, dass sie zur lokalen Entwicklung beitragen. Dazu werden Abstimmungsplattformen geschaffen, die regelmäßige Information, Konsultation und Partizipation der relevanten Akteure und Sektoren in den Mitgliedsländern sicherstellen.

Das Vorhaben trägt darüber hinaus zur verbesserten Leistungsfähigkeit der Kongobeckenkommission durch Organisationsberatung bei.

Wirkungen

Im Rahmen der Vorgängermaßnahme haben sich die Mitgliedsländer auf eine gemeinsame Vision für das Wasserressourcenmanagement verständigt und dazu regionale Strategien verabschiedet. Die Schifffahrtsschule der Kongobeckenkommission wurde renoviert und hat neue Ausbildungsgänge geschaffen. Sie verzeichnet inzwischen eine wachsende Nachfrage aus der gesamten Region. Ein Handbuch liegt vor, das verbindliche Regeln für die Abstimmung zwischen den Anrainerstaaten bei grenzüberschreitenden Infrastrukturprojekten festlegt. Das Informationssystem der Kongobeckenkommission zu Wasserressourcen und Binnenschifffahrt wurde stark verbessert und wird bei politischen Entscheidungen genutzt.

 
Informationen

CRS-Schlüssel
14010

Entwicklungspolitische Kennungen

Signifikante Nebenziele:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter
  • Demokratische und inklusive Regierungsführung
  • Anpassung an den Klimawandel

Zuständige Organisationseinheit
1100 Westafrika 1 und Zentralafrika

Vorgänger-Projekt
2012.2455.9

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
6.000.000 €

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