Ausgangssituation:
Das grenzüberschreitende Schutzgebiet BSB Yamoussaot; umfasst die Nationalparks Sena Oura (Tschad) und Bouba Ndjidda (Kamerun). Es gilt als artenreichste Region der sudano-guineischen Savanne. Dennoch wird das Gebiet nicht ausreichend geschützt, da Fachwissen, Daten und klare Nutzungsrechte fehlen. Die Bevölkerung in den Randzonen zählt zu den ärmsten der Region. Sie ist stark von natürlichen Ressourcen wie Böden, Tieren und Pflanzen abhängig und verfügt über geringe wirtschaftliche Perspektiven. Frauen sind besonders benachteiligt. Die wachsende Bevölkerung, Ressourcenkonflikte, ineffiziente Landnutzung, fehlende wirtschaftliche Alternativen sowie ungenaue Nutzungsrechte beeinträchtigen den Schutz der Artenvielfalt in BSB Yamoussa.
Ziel:
Die Randzonen des grenzüberschreitenden BSB-Yamoussa-Gebiets in Kamerun und im Tschad werden umweltfreundlich bewirtschaftet, was die Artenvielfalt langfristig schützt.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben arbeitet in drei Bereichen:
In den Randzonen der Nationalparks richtet es Gebiete ein, um die Natur zu pflegen und schonend zu nutzen. Dabei beteiligt es die lokale Bevölkerung. Die Zonen legt es mit den Regierungen als grenzüberschreitendes Biosphärenreservat rechtlich fest.
Das Vorhaben schult die Mitarbeitenden der Schutzgebietsverwaltungen darin, wie sie unter Beteiligung der Bevölkerung planen, besondere Schutzzonen einrichten und Daten in den Randzonen der Nationalparks erfassen, zum Beispiel zu Tier- und Pflanzenarten.
Es unterstützt zudem eine lokale Organisation dabei, ein Schulungsangebot für Landwirt*innen aufzubauen. Dieses soll helfen, Land umweltfreundlich zu bewirtschaften und lokale Gewinne zu fördern.