Ausgangssituation:
In vielen Gemeinden Somalias verfügen Binnenvertriebene, Rückkehrende und vulnerable Angehörige aufnehmender Gemeinden über keine stabilen Einkommensquellen. Sie sind stark von informellen und unsicheren Tätigkeiten abhängig und haben nur eingeschränkten Zugang zu psychosozialer Unterstützung sowie langfristigen Integrationsangeboten. Wiederkehrende Konflikte und extreme Klimaereignisse treffen auf fragile staatliche Strukturen und verschärfen diese Situation zusätzlich - vor allem für Frauen und Mädchen. Soziale und wirtschaftliche Stabilität lassen sich daher langfristig schwer erreichen.
Ziel:
In den Gemeinden Baidoa, Garowe und Mogadischu sind die Bedingungen für die wirtschaftliche und psychosoziale Widerstandsfähigkeit schutzbedürftiger Bevölkerungsgruppen verbessert.
Vorgehensweise:
Das Projekt setzt in den folgenden Handlungsfeldern an:
Es fördert einkommensschaffende Maßnahmen. Dafür bietet es grundlegende berufliche Qualifizierungen an, begleitet bei der Existenzgründung für Kleinst- und Kleinunternehmen und betreut Selbsthilfe- und Spargruppen.
Es bietet psychosoziale Unterstützung durch niedrigschwellige Angebote - darunter Sensibilisierungskampagnen zur mentalen Gesundheit (etwa Radioshows), begleitete Selbsthilfegruppen, Schulungen für Multiplikator*innen sowie Sportveranstaltungen.
Es vermittelt schutzbedürftige Rückkehrende an Stellen, die bei der Reintegration helfen.
Es erarbeitet in lokalen Dialogen Empfehlungen dazu, wie sich vulnerable Gruppen unterstützen lassen.
In allen Handlungsfeldern unterstützt das Projekt die Zielgruppen, Gemeindeverwaltungen sowie Vertreter*innen der Zivilgesellschaft. Das Projekt wird in Baidoa, Garowe und Mogadischu in Partnerschaft mit dem somalischen Ministerium für Planung und internationale Zusammenarbeit umgesetzt. Die Europäische Union und die Schwedische Internationale Entwicklungsagentur Sida finanzieren das Projekt mit.