2023.2068.7

Unterstützung von Landrecht und Landverwaltung II

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Ministère des Finances et du Budget
Kontakt

Irene Sander

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Ausgangssituation:

Der Zugang zu Land und anderen natürlichen Ressourcen spielt eine zentrale Rolle bei der Armutsbekämpfung und nachhaltigen Entwicklung. Klimawandel und Wüstenbildung setzen die natürlichen Ressourcen Senegals zunehmend unter Druck und erschweren insbesondere für vulnerable Gruppen den Zugang zu Land. In Senegal erwirtschaftet nahezu jeder zweite Haushalt Einkommen aus der Landwirtschaft und ist daher stark auf einen sicheren und fairen Zugang zu natürlichen Ressourcen angewiesen. In ländlichen Gebieten verfügen jedoch nur 7,5 % der Bevölkerung (13 % der Männer und nur 1 % der Frauen) über gesicherte Landrechte. Unklare Parzellengrenzen und fehlende Transparenz bei der Landnutzung führen oft zu Konflikten. Gleichzeitig fehlt es den lokalen Behörden an Kapazitäten für eine nachhaltige Landnutzungsplanung und Landrechtssicherung, was die kommunale Entwicklung weiter erschwert. Vor diesem Hintergrund setzt die senegalesische Regierung darauf, die Landrechte der Bevölkerung zu formalisieren, Landreformen voranzutreiben und die Landverwaltung transparenter, nachhaltiger und klimaresilienter zu gestalten.

Ziel:

Die lokalen Behörden und Akteure verfügen über die notwendigen Kompetenzen, um eine partizipative, transparente und klimawandelresiliente Landverwaltung zu gewährleisten.

Vorgehensweise:

Um diese Ziele zu erreichen, werden die Regierung, dekonzentrierte technische Dienste und ausgewählte Gemeinden in den Regionen Kaolack und Kaffrine darin unterstützt, rechtliche Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Landnutzung weiterzuentwickeln sowie ihre Kompetenzen in der Landverwaltung und -planung auszubauen. Die Integration von Klimadaten in die Landnutzungsplanung soll langfristig dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden gegenüber ökologischen und sozialen Herausforderungen zu erhöhen.

Zudem werden die lokalen Akteure befähigt, Zugang zu Finanzierungsquellen, insbesondere zu Umwelt- und Klimafonds, zu beantragen. Dies ermöglicht es Gemeinden und Landnutzern, nachhaltige Projekte voranzutreiben, die sowohl wirtschaftliche Entwicklung als auch den Schutz natürlicher Ressourcen fördern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Stärkung von Frauen und jungen Unternehmer*innen, um wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen und resiliente, umweltfreundliche Praktiken zu etablieren.

 
Informationen

CRS-Schlüssel
43040

Entwicklungspolitische Kennungen

Signifikante Nebenziele:

  • Biodiversitätskonvention
  • Gleichberechtigung der Geschlechter
  • Demokratische und inklusive Regierungsführung
  • Anpassung an den Klimawandel

Zuständige Organisationseinheit
1100 Westafrika 1 und Zentralafrika

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
13.500.000 €

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