2023.2242.8

Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit in Zentralasien

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Land
Dauer
–
Partner
Gesundheitsministerium
Kontakt

Cholpon Asambaeva

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Ausgangssituation

In Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan sind 70 Prozent des Gesundheitspersonals Frauen, davon aber nur 25 Prozent in Führungspositionen. Häufig hindern Geschlechterdiskriminierung und patriarchalische Traditionen Frauen am beruflichen Aufstieg. Das geschlechtsspezifische Lohngefälle im Gesundheitswesen ist in Zentralasien höher als im weltweiten Durchschnitt. So erhalten Frauen in Tadschikistan 60 Prozent, in Usbekistan 61 Prozent und in Kirgisistan 75 Prozent des Lohns der Männer. Es ist daher angezeigt, Frauen als Führungskräfte im Gesundheitswesen zu fördern und eine respektvolle Gesundheitsversorgung für Schwangere, Mütter und Neugeborene sicherzustellen. Eine stärkere Einbindung von Frauen in Entscheidungsprozesse und das Management der Gesundheits- und Mutterschaftsversorgung wird die Versorgungsqualität verbessern und die Müttersterblichkeitsrate, die seit 2020 wächst, senken.

Ziel

In Zentralasien ist die Qualität frauenzentrierter Gesundheitsdienste in der Primärversorgung für Schwangere, Mütter und ihre Neugeborenen gestiegen.

Herangehensweise

Um die Herausforderungen zu bewältigen und die Projektziele zu erreichen, werden die folgenden zentralen Maßnahmen durchgeführt:

• Die Führungs- und Managementfähigkeiten weiblicher Gesundheitskräfte werden im Rahmen regionaler Führungstrainings und eines Mentoring-Programms für weibliche Nachwuchskräfte, das ihnen beim Aufstieg in Führungspositionen hilft, ausgebaut.

• Dem Gesundheitspersonal in der Primärversorgung werden fachliche Kompetenzen für eine frauenzentrierte Mutterschaftsbetreuung vermittelt. Hierfür werden regionale Schulungen angeboten, und der fachliche Austausch zwischen Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan wird gefördert. So entsteht eine praxisorientierte Gemeinschaft (Community of Practice, CoP) für gemeinsames Lernen und die tägliche Praxis.

• Die international anerkannte App Safe Delivery wird an nationale Gegebenheiten angepasst, damit weibliche Gesundheitsfachkräfte in den drei zentralasiatischen Ländern, vor allem im ländlichen Raum, Mütter und Neugeborene besser versorgen können. Die App dient als wichtiges Selbstlerninstrument und unterstützt weibliche Fachkräfte bei der täglichen Arbeit. 
Informationen

CRS-Schlüssel
12110

Kombifinanzierung
  • Europäische Union (EU) (3,29 Mio. €)
Entwicklungspolitische Kennungen

Hauptziele:

  • Gleichberechtigung der Geschlechter
  • Mutter-Kind-Gesundheit

Zuständige Organisationseinheit
3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa

Auftragsvolumen (aktuelles Projekt)
6.285.081 €

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