Ausgangssituation
Im Tschad haben nur elf Prozent der Bevölkerung Zugang zu Elektrizität. Unternehmen müssen auf umweltschädliche Dieselgeneratoren zurückgreifen, die hohe Betriebskosten verursachen. Netzunabhängige Solaranlagen werden angeboten, sind zumeist aber von schlechter Qualität. Außerdem mangelt es an qualifizierten Techniker*innen, die die Anlagen fachgerecht installieren und reparieren können.
Ziel
Der Zugang zu Elektrizität, die aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, ist im Süden des Tschad verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt die nationalen Energiebehörden dabei, private Investoren zu finden, die Städte im Süden des Tschad mit solaren Inselnetzen elektrifizieren. Investierenden Firmen erhalten Zuschüsse und technische Beratung bei der Umsetzung der Projekte. Der Strom soll zu sozialverträglichen und zugleich wirtschaftlichen Preisen an Haushalte, Kleinbetriebe und andere Kunden geliefert werden. Zudem soll öffentliche Straßenbeleuchtung bereitgestellt werden, die für mehr Sicherheit sorgt.
Solarfirmen erhalten durch das Vorhaben finanzielle Anreize dafür, hochwertige, netzunabhängige Solaranlagen sowie dazu passende Geräte und Maschinen zu vertreiben. Diese können für einkommensschaffende Tätigkeiten wie z.B. den Verkauf gekühlter Getränke oder die Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Produkte genutzt werden können. Diese Zuschüsse sind an vorab definierte Ergebnisse gebunden und werden erfolgsabhängig ausgezahlt.
Darüber hinaus unterstützt das Vorhaben Berufsschulen in der Region dazu, bedarfsgerechte Aus- und Fortbildungen für Elektriker*innen und Solartechniker*innen anzubieten. Außerdem berät es Kleinbetriebe und Frauengruppen dabei, Solarenergie für einkommensschaffende Tätigkeiten zu nutzen.