Ausgangssituation:
Die Gesundheitsversorgung in Syrien steht nach jahrelangem Konflikt und Zerstörung vor großen Herausforderungen. Rund 15,9 Millionen Menschen benötigen dringend medizinische Hilfe. 38 Prozent der Krankenhäuser und 59 Prozent der Basisgesundheitszentren sind nicht oder nur teilweise funktionsfähig. Die Finanzierung ist stark geberabhängig. Besonders schutzbedürftige Menschen haben nur eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen. Geschwächte Verwaltungssysteme, zerstörte Infrastruktur, fehlende Fachkräfte und unterschiedliche Standards führen zu ungleicher Versorgung.
Das syrische Gesundheitsministerium benötigt Unterstützung dabei, eine langfristige und gerechte Finanzierung von qualitätsgesicherten Gesundheitsdiensten für die Bevölkerung, vor allem für Arme, Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderungen, aufzubauen. Zudem braucht es Gesundheitsdaten, um zielgerichtet zu investieren.
Ziel:
Die Voraussetzungen für den Zugang aller Syrer*innen zu qualitätsgesicherten, inklusiven und geschlechtergerechten Gesundheitsdiensten ohne Armutsrisiko sind verbessert.
Vorgehensweise:
Das Projekt unterstützt das Gesundheitsministerium und seine nachgeordneten Institutionen durch Beratung, Schulungen und Studien. Dadurch können Kosten für einen inklusiven, geschlechtergerechten Leistungskatalog analysiert, faire Gebührenordnungen definiert sowie einheitliche Qualitätsstandards eingeführt werden. Dies verbessert inklusive und geschlechtergerechte Gesundheitsdienste – vor allem für Arme, Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderungen. Zudem baut das Projekt Kompetenzen zur Erhebung von geschlechtsspezifischen Gesundheitsdaten aus und macht sie für evidenz-basierte Investitionen sowie für die Früherkennung und schnelle Reaktion auf Krankheitsausbrüche nutzbar.
Die Maßnahmen sollen das Ministerium in die Lage versetzen, Gesundheitsdienste besser zu planen, zu steuern und landesweit gleichwertig jedem anzubieten.