AAusgangssituation
In Ghana spielt Biomasse als Energieträger eine wichtige Rolle und macht 39 Prozent des Energieverbrauchs aus. Es wird erwartet, dass der Holzkohlebedarf zum Jahr 2050 auf 2,8 Millionen Tonnen ansteigt. Holzkohle wird vor allem durch den Einschlag in Naturwäldern gewonnen. Der hohe Bedarf an Holzkohle und Brennholz ist damit einer der Haupttreiber für Walddegradierung in Ghana und unkontrollierter Holzeinschlag bedroht inzwischen auch wertvolle und seltene Baumarten.
Ziel
Nachhaltige Produktion und effiziente Nutzung von Energieholz haben sich verbessert. Wälder in ausgewählten Regionen in Ghana werden wiederhergestellt und erhalten.
Vorgehensweise
Das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) beauftragte Vorhaben arbeitet mit dem ghanaischen Ministerium für Land und Natürliche Ressourcen und weiteren Partnerinstitutionen zusammen. Die Beteiligten stellen gemeinsam mit Landwirt*innen in zwölf Gemeinden Waldlandschaften wieder her.
Das Vorhaben setzt Maßnahmen in sechs Handlungsfeldern um:
1. Aufforstung von 300 Hektar degradierter Flächen für eine nachhaltige Energieholzproduktion.
2. Rehabilitierung von 700 Hektar degradierten Naturwaldes.
3. Energieeffiziente Technologien zur Produktion und Nutzung von Holzkohle, wie beispielsweise effiziente Holzkohlemeiler und Kochherde.
4. Empfehlungen entwickeln, wie energie- und klimarelevante Strategien angepasst werden können, um die Themen nachhaltige Holzenergieproduktion, Wiederherstellung von Naturwald und effiziente Nutzung von Energieholz zu integrieren.
5. Zwei Machbarkeitsstudien in Ländern Westafrikas durchführen, um den in Ghana entwickelten Ansatz dort evtl. ebenfalls anzuwenden.
6. Politikberatung, um die Projektergebnisse in die nationalen Prozesse der Klimarahmenkonvention und der Agenda 2030 einzuspeisen.
Die Rehabilitierung von 700 Hektar degradierten Naturwaldes wird gemeinsam von IUCN NL, IUCN Ghana, Tropenbos Ghana und A Rocha Ghana durchgeführt.
Stand 06/2023