Ausgangssituation:
Die Energiewirtschaft in den sechs Westbalkanländern – Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien – ist stark abhängig von veralteten Kohlekraftwerken. Sie stößt gegenüber dem Durchschnitt der Europäischen Union (EU) dreimal mehr CO₂ aus.
Trotz politischer Bekenntnisse zur Klimaneutralität gibt es erhebliche Hemmnisse, die Energiewende in der Stromwirtschaft umzusetzen: Technik und Betriebsweise der Stromnetze sind überholt, Gesetze zu erneuerbaren Energien sind unzureichend und die gesellschaftliche Teilhabe ist gering, was die Akzeptanz der Energiewende untergräbt.
Ziel:
Die Energiewirtschaft des Westbalkans bringt die erneuerbaren Energien und den Netzausbau voran.
Vorgehensweise:
Das Regionalvorhaben fördert die technologischen, regulatorischen und partizipatorischen Voraussetzungen, um die Stromversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen. Das soll die Netzintegration von erneuerbaren Energien, förderliche Regulierungen sowie Teilhabemöglichkeiten – besonders für Frauen und benachteiligte Gruppen – verbessern. Damit unterstützt das Vorhaben eine klimafreundlichere Stromwirtschaft, die regionale Kooperation und die gesellschaftliche Verankerung der Energiewende.
Das Vorhaben erhöht vor allem Umsetzungswissen: Es berät Fach- und Führungskräfte aus Ministerien, Regulierungsbehörden und Netzbetreibern zu energiewirtschaftlichen Fragestellungen. Außerdem arbeitet es mit regionalen Energieverbänden, Kommunen sowie zivilgesellschaftliche Initiativen für mehr Teilhabemöglichkeiten zusammen.