Ausgangssituation:
Die Textilindustrie zählt weltweit zu den ressourcenintensivsten Branchen. Vor allem das Geschäftsmodell „Fast Fashion" wachsende Textilabfallmengen. In der EU fallen jährlich Millionen Tonnen Alttextilien an, von denen bislang weniger als 1 % zu neuer Kleidung recy-celt werden. Die EU begegnet dieser Entwicklung mit ambitionierten Vorgaben im Rahmen des Green Deal, darunter eine erweiterte Herstellerverantwortung, neue Ökodesign-Regeln und die Einführung eines digitalen Produktpasses.
Pakistan ist einer der weltweit größten Importeure von Gebrauchttextilien. Ein erheblicher Teil stammt aus der EU. Bereits heute sortieren dort rund 300 – 500 Betriebe importierte Alt-kleider oder recyceln textile Industrieabfälle. Auch wenn erste Ansätze für hochwertiges Re-cycling bestehen, stehen viele Unternehmen vor großen Herausforderungen: Veraltete Technik, Verstöße gegen Umwelt- und Sozialstandards, mangelhafte Rückverfolgbarkeit und geringe internationale Marktintegration bremsen das Potenzial der Branche.
Ziel:
Ziel ist es, Pakistans Position als verantwortungsvollen Partner der EU in einer global nach-haltigen Textilwirtschaft zu stärken und einen Beitrag zur Reduktion von Textilabfällen, Treibhausgasemissionen und sozialer Ungleichheit zu leisten.
Vorgehensweise:
Das TZ-Modul unterstützt Pakistan dabei, den Textilrecyclingsektor sozial, ökologisch und wirtschaftlich zukunftsfähig auszurichten. Gemeinsam mit nationalen Partnern werden inno-vative Recyclingverfahren gefördert, die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards vo-rangetrieben sowie Rückverfolgbarkeit und Qualitätsmanagement gestärkt. Kleine und mittle-re Unternehmen, profitieren von gezielter Beratung, Weiterbildung und Kooperationsplattfor-men entlang der textilen Wertschöpfungskette. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung von Frauen, die in Sortier- und Recyclingprozessen überdurchschnittlich stark vertreten sind.