Ausgangssituation:
Seit Oktober 2023 hat die militärische Intervention Israels im Gazastreifen mit wechselnden Intensitäten massive Auswirkungen auf die Lebensbedingungen und die Verfügbarkeit grundlegender Dienstleistungen der Bevölkerung Gazas. Auch nach dem Waffenstillstand im Herbst 2025 finden regelmäßig teils massive militärische Interventionen statt.Gefährdete Bevölkerungsgruppen im Gazastreifen haben aufgrund anhaltender Konflikte, Vertreibung, fehlender sozialer und grundlegender Dienstleistungen und zerstörter Infrastruktur (Kernproblem) keinen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen. Das Vorhaben unterstützt lokale Akteure aus Gaza und den palästinensischen Gebieten dabei, grundlegende Infrastruktur in ausgewählten Sektoren in Gaza wiederherzustellen und die Versorgung mit Basisdienstleistungen in Gaza zu verbessern.
Ziel:
Lokale Akteure verbessern das Angebot an Basisdienstleistungen in ausgewählten Gemeinden Gazas. Darüber hinaus werden palästinensische und internationale Akteure in Koordinierung und Vernetzung für Early Recovery und perspektivisch Wieder gestärkt.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben setzt aufgrund der dynamischen Situation in Gaza auf einen flexiblen Ansatz, der risiko- und nachfrageorientiert auf Vorarbeiten der deutschen EZ aufbaut. Konkret ist ein erster Ansatzpunkt der Aufbau eines multifunktionalen Hubs für Basisdienstleistungen und Gemeindeservices im Community Center Deir al Balah. Über den Träger Maan Development Center und den Eigentümer, die Gemeinde Deir al Balah soll die Ausstattung der Einrichtung verbessert und entstandene Schäden repariert werden. Dies bezieht sich auch auf vorhanden Anlagen zur landwirtschaftlichen und Lebensmittelproduktion. Darüber hinaus sollen über einen "Temporary Learning Space" ergänzende Bildungs- und psychosoziale Angebote für Jugendliche bereitgestellt werden. Weiterhin vorgesehen sind Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen oder Kriegsverletzungen.